"Die Quelle" Blog

Eine Quelle für all diejenigen, die danach dürsten, Gott zu kennen




Dauert das ewige Leben wirklich ... ewig?

19. November 2010 Jim Gettmann

Seit zehn Jahren geht mir immer wieder ein bestimmter Gedanke durch den Kopf. Bisher hatte ich mir nie die Zeit genommen, ihm nachzugehen. Das heißt, bis heute.

Es handelt sich um folgende Frage: Spricht der Begriff des "Ewigen Lebens" tatsächlich von einem Leben, das niemals endet? Auf den ersten Blick klingt die Frage hirnlos - Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, du Blödmann! Da steht "ewig", genau da steht es ganz deutlich! Ja, okay - aber dennoch, irgendetwas stimmt hier nicht so ganz.

Wusstest du, dass Jesus den Begriff "Ewiges leben" in Johannes 17:3 für uns definiert hat? Und dass ein Leben, welches niemals endet, in keiner Weise ein Teil dieser Definition ist?

"Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, damit dein Sohn dich verherrliche! Gleichwie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, auf daß er ewiges Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen."

Also: Laut Jesus bedeutet "Ewiges Leben," dass wir den wahren Gott kennen und Jesus selbst.

Was hat das mit einem endlosen Leben im Himmel zu tun? Nun ja, gar nichts, zumindest nicht direkt.

Das Ewige Leben bedeutet, Gott (intim und durch und durch) zu kennen. Ein Leben, gelebt aus der Beziehung zu Jesus. Diese Definition unterscheidet sich gewaltig von der, die wir normalerweise anwenden. Denn normalerweise setzen wir den Begriff "Ewiges Leben" gleich mit einem endlosen Leben im Himmel - bis in alle Ewigkeit. Mehr ...



Was es bedeutet "auf den Herrn zu harren"

07. Mai 2010 Jim Gettmann

In der Bibel taucht immer wieder eine bestimmte Wendung auf. Ich nehme an, es handelt sich um eine der Aussagen, bei denen wir alle uns ein wenig unbehaglich fühlen. Ich sprechen von den spannenden Worten: "auf den Herrn harren."

Psalm 27,14 ist ein gutes Beispiel: "Harre des HERRN, sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!"

Oder der wohlbekannte Vers: "die aber auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden."

In dieser schnellen Zeit haben die meisten von uns die Kunst des Wartens verlernt. Wenn es nicht sofort passiert, denken wir, es passiert gar nicht mehr. Und das bereitet uns Unbehagen. Wir bekommen das Gefühl, nicht mehr in Kontrolle zu sein. Wenn Gott unsere Gebete nicht sofort oder in einer relativ überschaubaren Zeit erhört, beginnen wir zu denken, da stimmt etwas nicht. Dass er sauer auf uns ist, uns nicht hört oder dass die Antwort "Nein" sein muss. Geduld ist zu einem Schimpfwort geworden.

Tut mir leid, dir das sagen zu müssen, aber wenn du jemand sein möchtest, der mit Gott in die Tiefe geht - oder auch nur der Ottonormalverbraucher, der Jesus persönlich kennen und lernen möchte, mit ihm zu gehen - wirst du wieder lernen müssen, auf den Herrn zu harren.

Ich habe mich manchmal gefragt, was diese Passage wirklich bedeutet. Soll ich einfach nur abwarten? Genug Zeit vergehen lassen und es wird schon werden? In manchen Übersetzungen heißt es "hoffe auf den Herrn." Soll ich also dasitzen und hoffen, dass etwas passieren wird? Beide Übersetzungen hören sich ziemlich passiv an. Und eine Ermahnung, passiv zu sein, hört sich nicht nach dem Gott an, den ich gerade kennen lerne. Mehr ...



Die unvergleichliche Schönheit der Wüste

(Warum man seine Erfahrungen in der Wildnis lieben sollte)

03. Mai 2010 Jim Gettmann

Ich hatte immer eine große Vorliebe für gut bewässerte Gebiete. Es fiel mir hingegen schwer, Wüsten zu schätzen. Als Kind lebte ich in beiden Milieus; im dampfenden tropischen Regenwald und der trockenen, zu Bränden neigenden Landschaft Südkaliforniens; aber mir waren immer die saftigen, grünen Orte mit regelmäßigem Regen lieber.

Ich habe das dem Herrn gegenüber einmal erwähnt, als ich mich fragte, weswegen er die Wüste gemacht hatte. Ich dachte, es sei vielleicht tatsächlich ein "Versehen", oder eine Auswirkung des Sündenfalls. Möglicherweise eine Konsequenz der sündigen Natur des Menschen, die in der Natur sichtbar wird. Seine Reaktion damals kam prompt und bestimmt: Er sprach sehr rasch und erklärte mir, dass er die Wüsten der Welt geschaffen hatte und dass sie sowohl wunderschön als auch gut waren! Meine Reaktion war: Na gut, jedem das seine. Mir werden trotzdem immer die Berge Alaskas und die Alpen mit ihren Wäldern lieber sein!

Ich nehme an, dass die meisten Leute mir zustimmen werden, was die Wüstenperioden unseres spirituellen Lebens angeht. Ich kenne nicht allzu viele Menschen, die während der Zeiten stöhnen und ächzen, in denen offensichtlich alles gut läuft und Gott nahe scheint. Wenn Gebetserhörung reichlich und mächtig kommt und unsere Bemühungen, anderen zu dienen sehr erfolgreich scheinen.

Wisst ihr, diese Zeiten, in denen jeder deinen Namen wissen möchte und alle dich bitten, für sie zu beten und von den großen Wundern zu erzählen, die Gott durch dich tut. Diese Zeiten, in denen Gottes Reich erstaunlich rasant wächst und Spannung in der Luft liegt. Wenige Menschen versuchen, solche Zeiten einfach nur zu überstehen, sich zähneknirschend festzuhalten bis es vorbei ist... nein, sie schwelgen in solchen Zeiten! More ...



Hochzeit in der Wüste

02. März 2010 Jim Gettmann

Es war Tage, wenn nicht bereits eine Woche oder länger her, dass ich vom Herrn gehört hatte. In der letzten Zeit war ich durch einen vertiefenden Prozess des Sterbens zu mir selbst und des Lebens zu Ihm hin gegangen. Ich war oft im Gebet gewesen, hatte Ihn oft gesucht, aber ich hatte nie das Gefühl, dass ein wirklich klares Wort bei mir ankam.

Aber als ich mir gerade den Schluss eines Liebesfilmes anschaute - bei dem es um ein Pärchen geht, welches spontan heiratet und dann erst lieben lernen muss, indem jeder sein eigenes Leben hinter sich lässt um so zu den Menschen zu werden, die sie zusammen sein können - räusperte sich der Herr auf einmal. Mehr ...



Auswilderung der Löwen

24. Februar 2010 Milt Rodriguez www.therebuilders.org

Ein Freund von mir erzählte mir neulich von einer Gruppe Naturschützern in Simbabwe, die Löwen aus der Gefangenschaft nehmen und versuchen, sie auszuwildern.

Der Prozess hat vier Phasen und ist nicht einfach, wird aber mit Erfolg durchgeführt. Der Auswilderungsprozess hatte so viele Tücken wegen der Auswirkungen der Gefangenschaft auf den afrikanischen Löwen. Wenn Löwen außerhalb ihres natürlichen Lebensraums gezüchtet werden und aufwachsen, entwickeln sich bei ihnen einige ziemlich abweichende Muster. Kurz gesagt, sie werden "zahm". Und trotzdem wird ein Löwe als wildes Tier geboren. In Gefangenschaft vergessen die Löwen, dass sie Löwen sind. Sie vergessen, wie man jagt. Sie vergessen, wie man im Rudel lebt.

Du und ich, wir wurden (wieder-) geboren als spirituelle Löwen. Das ist es, wer wir sind. Aber unsere wahre Natur ist in Vergessenheit geraten, weil wir innerhalb unseres religiösen Systems in Gefangenschaft leben. Die Gefangenschaft verleitet uns, Dinge zu glauben, die einfach nicht wahr sind. Wegen dieser Konditionierung entwickeln wir uns deutlich unterhalb dessen, was unsere wahre Berufung und Bestimmung sind. Wir sind gezähmt.

Wir sind zu einzelnen Kirchenbankwärmern geworden. Mutanten, die herumsitzen und zuhören, anstatt teilzunehmen und zu funktionieren. Das System der geistlichen Fachkräfte und geistlichen Laien hat uns passiv und geistlich träge gemacht. Mehr ...



Können Enten laufen?

05. Februar 2010 Jim Gettmann

"Herr, hast du etwas für mich?" fragte ich, während ich es mir auf der Couch gemütlich machen wollte, um ein wenig Zeit mit Gott zu verbringen. "Was immer du mir sagen möchtest, ich höre zu."

Noch bevor ich so richtig bequem saß, kam schon die behutsame Antwort: "Können Enten laufen?"

Meine erste Reaktion war ein überraschtes: "Was war denn das??", dann war ich versucht, der Pizza die Schuld zu geben (von der ich leider nichts abbekommen hatte). Als drittes erhob sich ein sanftes Wissen. Dies war ein Rätsel, das zu Lösen es sich lohnen würde. Jesus wollte mir etwas sagen und ich würde die Antwort nicht bekommen, ohne mich ganz darauf einzulassen und auf seine Antwort zu warten. Ich lerne allmählich, wenn ich mit Gott kommuniziere und von ihm hören möchte, dass es sich lohnt jedem Gedanken, der dann kommt - wie bizarr oder scheinbar alltäglich und unwichtig er auch erscheinen mag - nachzugehen. Mehr ...



Der Bauleiter

23. Dezember 2009 Milt Rodriguez www.therebuilders.org

Transformation ist das am meisten missverstandene Thema der gesamten Schrift. Heutzutage wird dieser Begriff jedenfalls von den meisten Gläubigen missverstanden und deswegen sucht man in unseren Kreisen auch oft vergeblich nach spiritueller Reife. Ausschließlich die Art, wie wir Transformation definieren bestimmt darüber, wie wir unser "christliches" Leben leben. Das Problem bei den meisten Christen heute ist ihr verdrehtes Verständnis von Transformation. Wir sind uns zunächst schnell einig, dass Gott uns in ein Abbild seiner selbst umwandeln möchte. Das Problem taucht auf bei der Frage des wie. Wie verändert Gott uns? Oder: Verändert er uns überhaupt?

Instandsetzung des Alten Menschen

Bei der heute gängigsten Vorstellung von Transformation betreibt Gott so eine Art Renovierungs- und Sanierungsunternehmen. Wir sind das Haus und er der Bauleiter. Unser Haus befindet sich in einem furchtbaren Zustand. Man könnte fast sagen baufällig. Vom Tage unserer Errettung an beginnt Gott mit den Renovierungsarbeiten. Um uns aufzubauen.

Wir sind seine Mitarbeiter bei diesem Projekt. Das bedeutet also, dass wir ihm helfen müssen, damit das Haus fertig wird. Er macht uns auf Probleme aufmerksam und erwartet von uns, dass wir dann etwas dagegen unternehmen. Du hast beispielsweise ein undichtes Rohr in deinen Badezimmer: also hier ist der Kitt und eine Rohrzange; bring das in Ordnung! Gott ist derjenige, der uns verändert. Aber er braucht dazu unsere Mitarbeit, damit die Dinge sich tatsächlich verbessern. Wie ein Schreinermeister, der durch unser Haus geht, jede Ecke und jeden Winkel inspiziert und uns sagt, wie wir die Dinge instand setzen können. Wir sagen uns immer wieder, das sei keine Selbsthilfe, sondern "Gotthilfe", aber was geht hier in Wirklichkeit vor? Mehr ...



Jesus anzapfen, oder Le(e)hre tanken?

14. Oktober, 2009 Jim Gettmann

Ich bin schon seit langem innerlich leer. Man könnte behaupten, dass das zu erwarten ist, wenn man seit langem weder einen "normalen" Gottesdienst besucht, noch eine anständige Predigt gehört hat. Es stimmt, dass es schon lange her ist, seit wir in einem traditionellen Gottesdienst saßen. Ehrlich gesagt, unsere Abwesenheit hat uns gut getan und überhaupt nicht geschadet. Natürlich sind wir immer noch in Gemeinde, denn: zusammen mit der Gruppe von Gläubigen mit der wir uns regelmäßig treffen, SIND wir die Gemeinde, die lebendige Gemeinde. Wir versäumen keine Gemeindeversammlung, aber eine Predigt hören wir nicht unbedingt regelmäßig.

Um ganz ehrlich zu sein, war ich während meiner gesamten Laufbahn als Kirchgänger chronisch leer. Mein ganzes Leben lang habe ich Aussagen von Predigern gehört, die behaupteten, dass man bei jeder erdenklichen Gelegenheit Gottesdiensten beiwohnen und Programmangebote wahrnehmen soll. Nur wenn man ständig in Gottesdienst sitzt und die Predigt hört, wird man geistliche Nahrung bekommen. Ohne ihre Nahrung, so meinten sie, würde man geistlich schwach werden. Und im großen und ganzen war ich da. Treu. Äußerst gewissenhaft, sogar. Ich hörte mehr Lehre, als ich im Laufe von 3 Lebzeiten verdauen könnte, und auf jeden Fall mehr, als ich in die Praxis umsetzen könnte. Ich tankte immer wieder mit guten Lehren auf: in Gottesdiensten, durch Bücher, durch Bibelschule, durch das Internet. Ich habe gutes und schlechtes gehört und ich habe gelernt, tatsächliche gute und von Gott inspirierte Lehre von Lehre zu unterscheiden, die bloß aus menschlichen Traditionen besteht und aus dem Fleisch stammt. Aber nur wenig, auch unter den besten Lehren, berührte mein Innerstes, wo diese Leere hauste.

Ich habe etwas merkwürdiges in Zusammenhang mit geistlicher Leere gemerkt. Normalerweise sind wir so sehr an Leere gewöhnt, dass wir gar nicht wissen, dass wir leer sind. Manchmal jedoch wird die Leere so akut, dass wir sie nicht übersehen können. In diesen Augenblicken laufen wir gewöhnlich zu einer "Lehrstation", um wieder aufzutanken. Wir sitzen da und saugen die Lehre auf. Wir denken über alles nach, was gesagt wird. Wir freuen uns über neue Erkenntnisse, versuchen sie ins Leben zu integrieren, bzw. ignorieren sie wenn sie uns beunruhigen, kritisieren den Prediger, wenn er etwas falsches sagt und hoffentlich, am Ende, bedanken wir uns bei Gott, dass er zu uns gesprochen hat. All das bezeichnen wir als geistliche Nahrung. Und gleichzeitig regen sich die Anzeigeinstrumente unseres inneren geistlichen Tanks kein bischen. Ja, wir fühlen uns besser und sind uns sicher, dass wir unsere geistliche Pflicht erfüllt haben. Können wir aber wirklich sagen, dass wir mehr bekommen haben als ein Paar Krumen, die uns von unserem wirklichen geistlichen Zustand abgelenkt haben? Wenn man voll ist, weiß man es. Wenn man leer ist, merkt man es meistens nicht. Mehr ...



Was kommt zuerst: das Huhn oder das Ei?

(Sollen unsere Gemeinden Bedürfnis-orientiert sein?)

01. Oktober, 2009 Jim Gettmann

Dumme Frage, oder? Manches lässt sich wirklich nicht hinterfragen.

Andere Dinge werden nicht hinterfragt, weil wir noch nie daran gedacht haben, dass etwas an unserer Sichtweise nicht stimmt. In der letzten Zeit müsste ich immer wieder daran denken, dass wir sehr oft das Huhn im Vorrang vor dem Ei gesetzt haben, oder vielleicht das Ei vor dem Huhn. Besser gesagt, wir setzten die Karre vor dem Pferd.

Was ich meine ist, was hat Vorrang? Das, was Gott sucht und will, oder das was ich glaube, dass ich brauche? In meiner Beziehung zu Gott, soll ich immer erwarten, dass Er sofort meine Bedürfnisse nachgeht, das sie Vorrang haben? Ich glaube, jeder, der an die biblische Offenbarung von Gott durch Jesus Christus glaubt, wird sofort erkennen, dass die Wille Gottes über alles steht.

Trotzdem sieht man überall heutzutage in christlichen Gemeinden, dass sowohl die Leitung als auch Gemeindemitglieder eine leichte Kursänderung von dem gegebenen gemacht haben. Wir haben die menschlichen Bedürfnisse in den Vordergrund gesetzt.

Predigten tendieren immer mehr dazu, Selbsthilfevorträge zu werden, in denen man ermutigt wird - anhand der Bibel natürlich - positiver zu denken, Dankbarkeit zu üben, und gute Praktiken, die wir aus der Psychologie für ein gesundes inneres Leben gelernt haben, anzuwenden. Diese guten Lebensphilosophien kann man auf die eine oder andere Art aus der Bibel herauslesen, also hat sich Gott bestimmt diese guten Lösungen selbst ausgedacht. Von daher funktionieren sie, ob durch die Bibel gelernt oder durch psychologisches Recherchieren. Oder so ungefähr kommt man zu dieser Schlussfolgerung. Mehr ...