Schritt für Schritt Gott besser verstehen

Ihr Durstigen alle, kommt her zum Wasser; und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und eßt! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch! Warum wiegt ihr Geld ab für das, was kein Brot ist, und euren Arbeitslohn für das, was nicht sättigt? Hört doch auf mich, so sollt ihr Gutes essen, und eure Seele soll sich laben an fetter Speise! Neigt eure Ohren und kommt her zu mir; hört, so wird eure Seele leben! Denn ich will euch einen ewigen Bund gewähren: die Gnadengüter Davids, die zuverlässig sind. Jesaja 55,1-3

Wenn man Gott besser verstehen möchte, muss man zu Ihm kommen.

In dieser Aussage steckt Bewegung. Um den zu verstehen, der dich gemacht hat, musst du dich zu ihm hin bewegen. Wenn du stationär in deinem Sessel oder deinem Labor sitzt, mit anderen Worten: wenn du aus einer skeptischen Haltung heraus versuchst, Gott zu verstehen - wie viele, die sagen "Beweise dich, Ich glaube überhaupt nichts, wenn es nicht zweifelsfrei bewiesen werden kann." - wirst du niemals etwas von Wert entdecken. Wenn du dich auf diese Art und Weise auf die Suche nach Gott machst, wird er dich dir selbst überlassen.

Aber wenn du bereit bist, einen Schritt auf ihn zu zu gehen, wird er dir auf halben Wege begegnen. Wie Jakobus, Jesu Halbbruder, berichtete: "nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch!" Du machst einen Schritt, dann macht er einen. So wie bei einer Verabredung - Junge trifft Mädchen. Es ist nicht möglich, Gott ausschließlich auf der mentalen Ebene zu entdecken. In dieser Welt ist einfach zu viel los, zu viele Dinge werden dein Verlangen nach ihm dämpfen. Entdeckst du dabei dennoch etwas echtes, stehen die Chancen gut, dass du diese, deine Offenbarung, als Wahrheit deklarierst eine neue Weltreligion gründest und als Kassenschlager "So kommt man zu Gott" verkaufst.

Das ist die Essenz der Religion: menschliche Erkenntniss, die sich völlig ohne göttliche Erkenntnis als Wahrheit verkauft.

Gott mag Religion eigentlich gar nicht

Gott wollte nie, dass wir religiös werden. Er hatte eine Absicht, als er uns schuf und alles, was er tut, ist im Rahmen dieser Absicht. "Wie er uns in Christus auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos wären vor ihm; und aus Liebe hat er uns vorherbestimmt zur Kindschaft gegen ihn selbst, durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens"

Du wurdest bereits gesehen und in Gottes Liebe auserwählt, bevor der erste Stern am Himmel erschien! Du bist schon seit Jahrtausenden in seinen Gedanken. Das ist kein sentimentales Geschwafel, sondern Gottes Offenbarung seiner eigenen Worte. "HERR, mein Gott, groß sind die Wunder, die du getan, und die Pläne, die du für uns gemacht; dir ist nichts gleich! Ich wollte sie verkündigen und davon sagen; Aber sie sind nicht zu zählen." (Psalm 40:5)

Und weil er uns geschaffen hat, um dieses Verlangen zu stillen, welches seiner Liebe zu uns entspringt, ist die Beziehung zu ihm auch das wichtigste in deinem Leben. Zumindest berührt sie alle Dinge, die von ewigem Wert sind. Du bist vielleicht noch nicht so weit, es zuzugeben, aber da du geschaffen wurdest, um in Beziehung zu ihm zu leben, wirst du ohne ihn nie komplett sein.

Stell dir vor, du wirst mit nur einem Arm geboren. Dort, wo du lebst, gibt es viele einarmige. Du kennst es nicht anders, und die anderen versichern dir, dass alles normal ist. Aber es fehlt tatsächlich etwas, das dich komplettieren würde. Mit zwei Händen könntest du manches viel schneller erledigen. Du kommst zurecht, aber nicht ganz so, wie es sein sollte.

Selbst wenn du das schon längst verstanden hast, bleibt eines wahr: wenn dein Verstand die Wahrheit kennt, du aber in dieser Beziehung nicht weitergehst und wächst, dann ist es, als bändest du dir deinen zweiten Arm ab und lebtest, als hättest du ihn gar nicht.

Hättest du gerne ein paar Schlüssel, um Gott besser zu verstehen?

  • Hör auf, intellektuell sein zu wollen. Er ist nicht beeindruckt, und es hilft dir auch nicht, beim "Glauben" besser zu werden. Ich meine nicht, dass du dein Gehirn abschalten sollst . Er hat es dir gegeben und es ist wahrscheinlich sowieso unterfordert, wenn man den wissenschaftlichen Erkenntnissen Glauben schenkt, nach denen die meisten Menschen nur einen Bruchteil ihrer Kapazität nutzen. Nur, dass das skeptische Untersuchen jeder denkbaren Möglichkeit allein dazu führt, dass du Angst bekommst, dich zu binden. Angst, etwas oder jemandem zu glauben.
  • Finde etwas heraus, was er will, dass du es tust und dann tu es! Ich weiß, dieser Rat hört sich noch merkwürdiger an als der vorherige. Wie lernt man, Gott zu verstehen oder wie wächst man im Glauben, indem man etwas tut? Nun ja, es ist auch eigentlich kein Ratschlag von mir, sondern etwas, das Jesus gesagt hat. "Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat. Will jemand seinen Willen tun, der wird innewerden, ob diese Lehre von Gott sei, oder ob ich aus mir selbst rede." (Joh 7:16-17)
  • Mit anderen Worten: wenn du herausfinden möchtest, ob Jesus echt ist und wenn du weiterhin in Gottes Wahrheit wandeln möchtest, dann tu etwas, das er gesagt hat. Während du es tust, wird dir klar werden, ob es die Wahrheit ist - oder völliger Müll.

    Wir sind wegen unserer Kultur, die geprägt ist von Liebe zur griechisch-römischen Renaissance viel zu verkopft und konzeptorientiert. Wir denken, dass "etwas zu glauben" etwas damit zu tun hat, eine Sache zu verstehen und ihr unsere mentale Zustimmung zu geben. Die Bibel wurde jedoch aus einer gänzlich anderen Mentalität heraus geschrieben. Die Autoren verstanden, dass man das lebt, was man glaubt, denn die Überzeugungen definieren die Schienen unseres Denkens. Wo immer diese Schienen hinführen, wird der Zug hingeleitet. Der Zug unseres Lebens wird diese Schienen nicht verlassen oder sonst irgend etwas tun, das wir nicht glauben.

    Man kann sich hier also sehr gut selber auf den Prüfstand stellen. Möchtest du wissen, was du wirklich glaubst? Schau dir an, was du tust, besonders dann, wenn du unter Druck kommst. Wenn du gestresst bist und der letzte Strohhalm in Sicht kommt. Wie Jakobus in seinem Buch sagte: "Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, dabei aber keine Werke hat? Kann ihn denn der Glaube retten? So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot."

    Ich habe einmal einen Kommentar eines Rabbis gelesen, der mit christlichen Kirchen zusammenarbeitete, um Israel zu unterstützen. Er sagte zu einem Freund: "Christen denken ganz anders als wir. Wenn sie sich eine Bibelstelle ansehen, dann fragen sie einander: 'Was glaubst du, was dieser Vers aussagt?'Wir Juden würden fragen: 'Was tust du, um diesen Vers zu verstehen?'" Vielleicht sollten wir, die wir uns Christen nennen, lange genug aufhören solche Angst vor "Werken" zu haben, bis wir erkennen, dass Glaube sehr praktisch ist und nicht intellektuell!

  • Werde dir klar darüber, das es darum geht, Gott ganz persönlich zu kennen. Wenn du Gott verstehen möchtest, ist es notwendig zu erkennen, dass alles, was er tut dazu dient, deine Beziehung zu ihm zu fördern. Eine höhere Vertrauensebene zu schaffen oder sich mit dir zu verbünden, um andere in Beziehung mit ihm zu bringen. Es ist Gottes Leidenschaft, Menschen zu lieben, dich zu lieben. Er liebt dich und er ist für dich.

Also: auf deiner Forschungsreise Gott zu kennen und zu verstehen, bewege dich auf ihn zu. Finde etwas in der Bibel, das du als persönliche Anweisung an dich erkennst, und dann tue es. Fang an, ihn zu fragen, welche Gedanken er über dich hat und glaube ihm, wenn spricht.

Wie kann ich also Gott besser verstehen? Als erstes sollte ich akzeptieren, dass ich zu diesem Zweck gemacht wurde: ihn zu kennen und mit ihm zu wandeln - mein ganzes Leben lang. Es geht nicht wirklich darum, ob ich es schaffe, heilig oder perfekt zu leben, sondern darum, mit ihm in einer echten Beziehung zu leben. Das Verhalten passt sich im Allgemeinen an, wenn das Herz entsprechend ausgerichtet ist.